Konzepte der Moderne
Inst. für Soziologie der TU Dresden, Seminar
SoSe 2010 Ort: FAL 232, Mittwoch - 5. DS
Kommentar im Vorlesungsverzeichnis:
Für das Selbstverständnis der Soziologie ist die Abgrenzung einer gegenwärtigen von früheren Epochen von Beginn an konstitutiv gewesen: Viele klassische Entwürfe des Faches entwickeln ihre Gesellschaftskonzepte anhand der Unterscheidung traditionell-modern (wenn auch nicht unbedingt unter diesen Namen) und greifen dabei vielfach auf den Bedeutungsgehalt von „Neuzeit“ zurück.
Im Seminar soll zunächst eine Begriffsklärung stattfinden, bei der die Vielfalt und Hintergründe unterschiedlicher Verständnisse von „modern“ erschlossen werden, um dann einige einflußreiche, aus verschiedenen Disziplinen stammende Konzepte der Moderne zu vergleichen und zu prüfen. Ziel des Seminars ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Komplexität und die Untiefen der Begriffsverwendung von „modern“ und seinen Derivaten zu sensibilisieren.
Teilnahmevoraussetzung ist die Lektüre der Seminarliteratur (es wird ein Reader erstellt), die Beteiligung an der Seminardiskussion sowie die Bereitschaft zur Übernahme kurzer Referate (Diskussionsvorbereitungen/Textkommentare).
Literatur zur Einführung:
Gumbrecht, Hans Ulrich: Artikel „Modern, Modernität, Moderne“, in: Brunner, Otto; Conze, Werner; Koselleck, Reinhart (Hrsg.): Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland. Bd. 4, Stuttgart 1978, S. 93-131. (Freihandbereich SLUB)
Die Anmeldung für die Veranstaltung erfolgt dadurch, dass Sie mir zwischen 1. und 10. April eine E-Mail schicken mit einer kurzen Angabe Ihres Studiengangs, Semesterzahl, Vorkenntnissen sowie Ihrer Motivation zum Seminarbesuch. Ich bestätige Ihre Anmeldungen gleich nach dem Ende dieser Anmeldefrist.