Dominik Schrage/Stephan Hein:
The Sociological Imagnination
Inst. für Soziologie der TU Dresden, Seminar im Hauptstudium
WS 2005/06 Ort: FAL 232, Zeit: Mittwoch 4. Doppelstunde
Kommentar:
Die Soziologie erfährt in den USA der 1950er Jahre einen beispiellosen Aufstieg, nicht nur institutionell, sondern auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Ihr Anspruch, die vielfältigen Wandlungsprozesse der amerikanischen Gesellschaft nicht nur zu erläutern und professionelle Problemlösungen anzubieten, sondern auch kritisch zu begleiten, stößt auf eine breite Akzeptanz, wie sich nicht zuletzt an der Auflage einiger ihrer Studien erweist. Die amerikanische Soziologie der 1950er Jahre wird jedoch im Rückblick (und aus der zeitgenössischen deutschen Perspektive) oftmals – je nach Wertung – unter den Aspekten der Professionalisierung oder des Positivismus wahrgenommen. Im Seminar sollen einige wichtige Positionen der kritischen US-Soziologie der 1950er Jahre betrachtet werden. Um die tiefgreifenden Veränderungen der US-Gesellschaft zu dieser Zeit zu fassen, werden auch literarische Texte zu Rate gezogen.
Literatur zur Vorbereitung
Dahrendorf, Ralf: Die angewandte Aufklärung, München 1963.
Als sommerliche Lektüre zur Einstimmung:
Kerouac, Jack: On the Road (dt. "Unterwegs"), diverse günstige Ausgaben auf deutsch und englisch, auch antiquarisch sehr günstig zu haben.