Dominik Schrage     Lehrveranstaltungen am Institut für Soziologie der TU Dresden



"Der Zukunftsmensch wird seine Kenntnisse
nur noch im Schlaf erweitern"


(aus: A.K. Fiala: Elektrophysiologische Zukunftsprobleme,
in: Der dt. Rundfunk 1924/1925)





Hinweise für Abschlußprüfungen und
-arbeiten


Hinweise zum Erwerb von Leistungsnachweisen in meinen Lehrveranstaltungen

Stand 26. August 2008 (Kritik und Ergänzungsvorschläge willkommen)

Wichtiger Hinweis vorab: Für alle in Zusammenhang mit meinen Lehrveranstaltungen erbrachten Leistungen gilt: Bitte nutzen Sie die Sprechstunden zur Themenabsprache spätens bis Ende der jeweiligen Vorlesungszeit. Dies gilt auch für den Fall, daß Sie in der Modulprüfung Fragen zu meinen Seminarthemen bearbeiten möchten! Wenn Sie sich ohne Absprache mit mir für Prüfungen anmelden, kann ich logischerweise keine themenspezifischen Fragen stellen und Sie können sich dementsprechend schwer auf die Prüfung vorbereiten. Wenn Sie mich als Prüfer in Abschlußprüfungen oder als Betreuer von Abschlußarbeiten wählen möchten, lesen Sie bitte zuerst die Hinweise dazu.

Wegen der Parallelexistenz verschiedener Studienordnungen und der Neuerungen, die sich aus der Umstellung auf die modularisierten Studienordnungen Diplom (neu) und BA ergeben, soll hier eine Übersicht der verschiedenen Leistungen gegeben werden, mit denen Sie in meinen Lehrveranstaltungen "Scheine" oder "credit points" erwerben können.

Allgemein gilt, daß alle, die in meinen Lehrveranstaltungen einen Schein oder credits erwerben wollen, dazu bereit sein müssen, in einer der Seminarsitzungen eine kurze Diskussionsvorbereitung zu geben, mit der die aktive Teilnahme am Seminar dokumentiert wird. Die Diskussionsvorbereitung soll, soweit nicht anders besprochen, die Diskussion eines für die jeweilige Sitzung von allen Teilnehmern zu lesenden Textes vorbereiten. Dementsprechend kommt es nicht auf eine detaillierte Inhaltsangabe an, sondern darauf, die Hintergründe, Argumentationslinien und die Hauptthesen des Textes zu präsentieren (gern auf einem einseitigen Thesenpapier), diese in Beziehung zu den vergangenen Seminardiskussionen und -texten zu stellen sowie auf schwierige Textpassagen, offene Fragen oder kritische Punkte hinzuweisen. Die Dauer sollte 15 Minuten nicht überschreiten (wichtig!). Ich gebe Ihnen gern eine über die Bemerkungen in der Seminarsitzung hinausgehende Rückmeldung, wenn Sie mich darauf ansprechen.


Im Studiengang Diplom (neu) und BA gibt es in meinen Seminaren vier mögliche Leistungstypen: Referat, Essay, Seminararbeit und Projektarbeit. Klausuren biete ich in der Regel nur im Rahmen von Vorlesungen an, dort werden Regelungen bekanntgegeben. Eine Besonderheit der modularisierten Studienordnung ist, daß das Referat als eine eigenständige, wenn auch kleine, Leistung unabhängig vom Schreiben wissenschaftlicher Texte fungiert. Außerdem ist es möglich, daß Sie Themen aus meinen Seminaren für modulübergreifende Prüfung angeben. In diesem Fall sollten Sie sich rechtzeitig zwecks Themenabsprache bei mir melden. Es ist riskant, wenn Sie sich ohne Absprache mit mir einfach bei der Modulabschlußprüfung anmelden, ohne die Themen abzuklären.
Ganz wichtig in den modularisierten Studiengängen ist, daß Sie wissen, in welchem Modul Sie die Lehrveranstaltung gelten machen wollen. Bitte nennen Sie dieses Modul auch immer auf den schriftlichen Arbeiten, die Sie einreichen!

1. Das Referat soll, soweit nicht anders besprochen, über die von allen zu lesenden Texte hinausgehen und erfordert einen eigenen Rechercheaufwand. Im Seminarplan werden, je nach Zahl der an dieser Leistung Interessierten, geeignete Themen vorgesehen. Die Dauer eines solchen Referates sollte 20 Minuten nicht überschreiten, es sei denn, es ist anderes abgesprochen. Es ist erforderlich, daß Sie eine schriftliche Fassung des Referats einreichen. Diese kann stichwortartig sein, muß aber so ausführlich sein, daß der Argumentationsgang des Vortrags deutlich und nachvollziehbar wird. Die verwendete Literatur ist aufzuführen. Der Termin für die Abgabe der schriftlichen Fassung des Referats ist die dem Referat folgende Seminarsitzung. Ich gebe Ihnen gern eine über die Bemerkungen in der Seminarsitzung hinausgehende Rückmeldung zu Ihrem Referat, wenn Sie mich darauf ansprechen.

2. Der Essay ist ein erster wissenschaftlicher Versuch. Die Bereitschaft zu einer Diskussionsvorbereitung (s.o.) ist erforderlich. Thema und Vorgehensweise müssen unbedingt vorher, noch während der Vorlesungszeit, mit mir besprochen werden. Das Thema muß einen Bezug zum Seminarthema aufweisen und Fragestellungen von im Seminar behandelten Texten aufgreifen. Der Essay unterliegt hinsichtlich der formalen Regeln wissenschaftlichen Arbeitens geringeren Anforderungen als die Hausarbeit. Der Akzent liegt auf der Genauigkeit des Ausdrucks und einer stringenten Argumentationsführung. Der Essay hat keine Fußnoten und weist Zitate nicht wörtlich nach, aber die Autoren, deren Argumente wiedergegeben werden, müssen genannt werden. Der Essay hat - trotz dieser Freiheit des Autors in formaler Hinsicht - nicht die Funktion, eine subjektive Meinung wiederzugeben. Vielmehr geht es darum, einen Gedanken zu entwickeln und zu prüfen. Obwohl der Essay in sich nicht gegliedert sein muß, ist es sinnvoll, die Fragestellung im ersten Absatz des Textes kurz zu umreißen und die eigene Vorgehensweise vorzustellen. Ebenso erwartet man als Leser, daß am Schluß des Essays ein Absatz mit einem Resumé steht. Der Richtwert für den Umfang sind fünf Seiten (AM-Modul) bzw. zehn Seiten (SM-Modul, vgl. Modulbeschreibung). Der Abgabetermin ist das Semesterende (Ende März/Ende September).

3. Die Seminararbeit entspricht der Hausarbeit in der alten Diplomstudienordnung. Die Bereitschaft zu einer Diskussionsvorbereitung (s.o.) ist erforderlich. Auch die Seminararbeit ist zu Semesterende (31. März/30. September) einzureichen. (Das liegt allein an dem schematischen Reglement des modularisierten Studiengangs, der den Lehrenden keinerlei Spielraum bei den Abgabefristen läßt. Falls Sie den Abgabetermin nicht einhalten können, müssen Sie den Dienstweg über den Prüfungsausschuß gehen und einen Antrag stellen). Thema und Vorgehensweise müssen unbedingt vorher, noch während der Vorlesungszeit, mit mir besprochen werden. Das Thema muß einen Bezug zum Seminarthema aufweisen und Fragestellungen von im Seminar behandelten Texten aufgreifen. Der Richtwert für den Umfang der Seminararbeit ist 20 Seiten (SM-Modul). Für Seminararbeiten gelten ansonsten die unten aufgeführten Regeln für wissenschaftliche Arbeiten.

4. Im VM-Modul besteht die Möglichkeit, eine Projektarbeit zu schreiben. Da es je nach Thema und Ihren Interessen eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, diese Form zu gestalten ist eine Vorbesprechung besonders wichtig.


Im Studiengang Diplom (alt) sowie Magister wird der Leistungsnachweis durch die Diskussionsvorbereitung und eine schriftliche Hausarbeit erlangt. Für Studierende im Nebenfach gelten die gleichen Regeln, jedoch wird dieser Status bei der Bewertung berücksichtigt. Die Verbindung des Seminarthemas mit Kenntnissen aus dem Hauptfach oder einem anderen Nebenfach ist ausdrücklich erwünscht.

Die Hausarbeit ist in der Regel zum Beginn der Vorlesungszeit des Folgesemesters einzureichen. Thema und Vorgehensweise müssen unbedingt vorher und noch während der Vorlesungszeit, mit mir besprochen werden. Das Thema muß einen Bezug zum Seminarthema aufweisen und Fragestellungen von im Seminar behandelten Texten aufgreifen. Es kann, aber muß nicht auf dem Thema der Diskussionsvorbereitung aufbauen. Je nachdem, ob es sich um einen Proseminar- oder Seminarschein handelt, ist der Richtwert für den Umfang der Hausarbeit 10-15 Seiten (Proseminar) bzw. 15-20 Seiten (Seminar). Hauptseminarscheine können in meinen Lehrveranstaltungen nur nach vorheriger Absprache erworben werden. Für Hausarbeiten gelten ansonsten die unten aufgeführten Regeln für wissenschaftliche Arbeiten.

Übersicht Fristen

In der neuen Studienordnung ist der Spielraum für Fristverlängerungen bei der Abgabe von Arbeiten sehr eng, da die Noten an das Prüfungsamt gemeldet werden müssen. Deshalb beachten Sie bitte folgende Fristen:
1. Themenabsprache für Seminararbeiten, Essays, Modulprüfungsthemen: Bis spätestens Ende der Vorlesungszeit (Anfang Februar/Anfang Juli)
2. Abgabe: Essays und Seminararbeiten: Semesterende (Ende März/Ende September).

Regeln wissenschaftlichen Schreibens

Diese Regeln gelten für das Verfassen von Hausarbeiten (alte SO) und Seminararbeiten (neue SO) sowie, unter Absehung der formalen Bestimmungen zu Zitation und Gliederung, auch für den Essay (neue SO). Hinweise zur Verbesserung dieser Tips nehme ich gern entgegen und arbeite sie ein.

Allgemein ist zu sagen, daß das Thema der Arbeit abgesprochen sein muß. Der Bezug zum Seminarthema muß erkennbar sein. Arbeiten, die ohne Absprache und ohne erkennbaren Seminarbezug eingereicht werden, werden entsprechend bewertet. Von der "Zweitverwertung" ist deshalb dringend abzuraten.

0. Rechtschreibung: Eine Selbstverständlichkeit. Sie können die alte oder die neue Rechtschreibung benutzen.

1. Deckblatt: Auf dem Deckblatt, das nicht in die Seitenzählung eingeht, müssen folgende Angaben stehen: Universität, Institut/Lehrstuhl, Veranstalter der Lehrveranstaltung, Semester, in dem die Veranstaltung stattgefunden hat, Art und Titel der Veranstaltung, Bezeichnung des Teilgebiets, Schwerpunkts oder Moduls, in dem die Leistung erbracht wird, Titel der Arbeit, Name des Verfassers, E-Mail des Verfassers, Studiengang, Semesterzahl.

2. Inhaltsverzeichnis: Es findet sich auf der dem Deckblatt folgenden Seite und geht ebenfalls nicht in die Seitenzählung ein. Hier stehen unter der Überschrift "Inhalt" die Bezeichnungen der einzelnen Kapitel der Arbeit. Rechtsbündig wird jeweils die Seite angegeben, auf der das Kapitel beginnt. Sollte die Gliederung auch Unterkapitel umfassen, sind diese auch aufzuführen.

3. Gliederung: Allgemein ist es sinnvoll, Einleitung, Hauptteil und Schluß zu unterscheiden, wobei der Hauptteil nochmals unterteilt ist. Aus Gliederung der Arbeit läßt sich im Idealfall auf einen Blick der Argumentationsgang der Arbeit ablesen. Die Ausarbeitung der Gliederung ist deshalb ein sehr wichtiger Teil des Schreibprozesses, denn aus ihr wird ersichtlich, wie die bearbeitete Literatur in einen eigenständigen Argumentationsgang eingeordnet wird.

In der Einleitung wird die Fragestellung der Arbeit formuliert: Der Leser wird informiert, worum es in der Arbeit geht und welche Vorgehensweise gewählt wird. Beim Schreibprozeß ist es sinnvoll, nach einer ersten Phase der Literaturdurchsicht eine provisorische Einleitung zu formulieren, um das Ziel der Arbeit nicht aus den Augen zu verlieren. Diese sollte nach Fertigstellung des Hauptteils noch einmal überarbeitet werden, um den dabei gemachten Erkenntnissen Rechnung zu tragen und den Leser auf den fertigen Hauptteil vorzubereiten. Im Allgemeinen ist die Einleitung ein bis zwei Seiten lang.

Der Hauptteil ist das Zentrum der Arbeit. Hier wird die Argumentation durchgeführt. Sinnvoll ist eine Untergliederung in mehrere, aber nicht zu kurze Unterkapitel: Abschnitte, die kürzer als eine Seite sind haben oft den Nachteil, daß sie eher stichwortartig sind und Sachverhalte nennen, ohne sie in die eigene Argumentation zu integrieren. Bei einem Umfang von 15-20 Seiten sind erfahrungsgemäß drei bis fünf Unterkapitel sinnvoll. Wichtig ist der "rote Faden", der die einzelnen Teile zusammenhält. Beim Übergang von einem zum anderen Unterkapitel sollte dem Leser klar sein, warum nun gerade dieses Unterkapitel folgt.

Der Schlußteil faßt die Ergebnisse der Arbeit zusammen und nimmt insofern kurz Bezug auf die Ergebnisse jedes Unterkapitels sowie auf die in der Einleitung formulierte Fragestellung. Der Schlußteil ist auch der Ort, wo Sie Bewertungen der vorher dargestellten Positionen vornehmen können oder die Ergebnisse Ihrer Arbeit auf allgemeinere, in der Arbeit selbst nicht erörterte Sachverhalte beziehen können. Dort kann man z.B. mögliche Folgefragen stellen, die sich aus den Ergebnissen der Arbeit ergeben, für die aber z.B. kein Platz war. Für den Schlußteil sollte man etwa 2-3 Seiten rechnen.

Es wird erwartet, daß Sie für die Arbeit eigenständig recherchieren und dabei über die im Seminar gelesenen Texte hinausgehen. Im Literaturverzeichnis müssen alle verwendeten Aufsätze und Bücher mit vollständigen Literaturangaben und in alphabetischer Reihenfolge (Nachname der Autoren) stehen: Nachname, Vorname des Autors, Titel des Textes, Erscheinungsort und -jahr. Bsp:

Elias, Norbert: Die höfische Gesellschaft, Neuwied 1969.
Bei Aufsätzen aus Sammelbänden und Zeitschriften oder aus Werkausgaben gehören die Angaben zur Zeitschrift bzw. zum Werk, in dem der Aufsatz erschienen dazu, sowie die Seitenangaben, z.B.:
Blumenberg, Hans: Selbsterhaltung und Beharrung. Zur Konstitution der neuzeitlichen Rationalität, in: Ebeling, Hans (Hrsg.): Subjektivität und Selbsterhaltung. Beiträge zur Diagnose der Moderne, Frankfurt/M. 1996, S. 144-207.
Luhmann, Niklas: Am Ende der kritischen Soziologie, in: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 20, Heft 2, 1991, S. 147-152.

Falls Internetquellen (mit der nötigen Vorsicht) verwendet werden, muß die vollständige url der zitierten Seite (nicht nur z.B. www.tu-dresden.de, sondern http://rcswww.urz.tu-dresden.de/~schrage/DSLehre/Hinweise.pdf) erscheinen sowie das Datum des Zugriffs. Falls im Internet verfügbare Texte zitiert werden, die auch in gedruckter Form vorliegen, so ist dieser der Vorzug zu geben (Bei Zeitungsartikeln etwa: Autor oder Kürzel, Titel des Artikels, in: Frankfurter Rundschau, 17.11.2005, S. 3).

Generell muß man bei Internetquellen bedenken, daß jeder im Prinzip alles ins Netz stellen kann. Im Internet fehlen also weitgehend die Qualitätskontrollen, die z.B. bei Zeitschriften, Verlagen oder wissenschaftlichen Qualifikationsarbeiten zum Tragen kommen. Mit ein wenig Erfahrung kann man durchaus interessante Funde im Netz machen, aber ohne eine klare Vorstellung von dem, wonach man sucht kann man auch auf zahllose unseriöse Angebote hereinfallen. Auch die Nennung wissenschaftlicher Qualifikationen oder Titel muß nichts besagen, wenn z.B. diese Qualifikation in einem ganz anderen Sachgebiet erworben wurde oder nur behauptet ist. Deshalb Vorsicht! Auch Wikipedia ist nicht zitierfähig, da die Artikel von wechselhafter und unterschiedlicher Qualität sind. In sogenannten Edit-Wars versuchen teilweise verschiedene selbsternannte "Experten" ihre Sicht der Dinge gegen andere durchzusetzen. Das ist wissenssoziologisch ziemlich interessant, aber keine verläßliche Grundlage für das wissenschaftliche Arbeiten.

4. Zitation: Die formalen Zitationsregeln haben die Aufgabe, dem Leser nachvollziehbar zu machen, welche Aussagen und Argumente Sie aus anderen Texten entnommen haben. Deshalb müssen alle oben genannten Angaben in der Arbeit aufzufinden sein, die man braucht, um die von Ihnen zitierte Stelle zu finden und ggf. zu überprüfen. Entscheidend ist, wer den Text geschrieben hat, und welche Angaben man braucht, um den Text zu finden, um Ihre Wiedergabe zu prüfen. Bei Aufsätzen in Büchern muß daher der Name des Verfassers, nicht des Herausgebers des Buches zitiert werden. Der Herausgeber und der Titel des Sammelbandes sind hingegen Angaben, die den Erscheinungsort des Aufsatzes bezeichnen.

Es gibt verschiedene Zitationsweisen, die Sie frei wählen können. Jedoch müssen Sie in der Arbeit konsequent bei einer dieser Zitationsweisen bleiben. Die beiden wichtigsten sind:

a. Amerikanische Zitierweise: Der Autorname sowie das Jahr der Publikation und die Seite des Zitats werden im Text in Klammern genannt, zumeist am Ende des Satzes, in dem das Zitat steht: (Luhmann 1991: 150) oder (Blumenberg 1996: 200). Wird der Autorname im Text genannt, kann er in der Klammer wegfallen, wenn diese unmittelbar folgt: "Luhmann (1991: 150) folgend, stellt sich der Sachverhalt folgendermaßen dar". Alle Angaben können dem Literaturverzeichnis entnommen werden, Fußnoten werden nur für Ergänzungen, nicht für Zitationszwecke verwendet.

b. Zitation mit Fußnoten: Im Text verweist ein Fußnotenzeichen (hochgestellte Zahl, durchgehende Numerierung) auf eine Fußnote, in der die vollständige Literaturangabe (s.o.) mit der zitierten Seite steht. Endnoten sind zu vermeiden. Wird aus demselben Text mehrmals zitiert, können die Literaturangaben in den folgenden Fußnoten abgekürzt werden. Sinnvoll ist hier die Nennung des Autornamens, ein Kurztitel und die Seitenangabe: "Luhmann: Ende..., S. 149". Es ist auch möglich, in unmittelbar folgenden Fußnoten mit "loc. cit." auf dieselbe Stelle oder "op. cit, S. 151" auf andere Seiten desselben Textes zu verweisen, aber man kann bei Überarbeitungen des Textes dabei ziemlich durcheinanderkommen.

5. Plagiate: Ein Plagiat liegt vor, wenn Textpassagen ohne Zitatnachweis in den eigenen Text übernommen werden. Auch die teilweise Umformulierung oder die Übersetzung von Textpassagen aus einer fremden Sprache ist ein Plagiat, egal, ob die verwendete Quelle im Internet verfügbar ist oder in gedruckter Form. Plagiate stellen Betrugsversuche dar, denn man gibt eine fremde Leistung als seine eigene aus. Es ist neben der Fälschung von Daten das schlimmste Vergehen beim wissenschaftlichen Arbeiten und zerrüttet das Vertrauensverhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden. Wird ein solcher Betrugsversuch nachgewiesen, wird kein Leistungsnachweis ausgehändigt, das Seminar gilt als nicht besucht. Außerdem wird der Delinquent/die Delinquentin an die Prüfungskommission des Instituts für Soziologie gemeldet.

   




Letzte Aktualisierung: 03.12.2008